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über die Ausstellung „Ernst Plischke als Möbeldesigner

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Schreibtisch der Queen: Schreibtisch für Kronprinzessin Elizabeth, Hochzeitsgeschenk der neuseeländischen Regierung, 1947/49,
Foto und Copyright: The Royal Collection, London, Courtesy of her Majesty Queen Elizabeth II

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Blumentisch: Blumentisch aus der Wohnung Gamerith in Mödling, 1928, Familienbesitz
Foto: Fritz Simak, Copyright: Museen des Mobiliendepots
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Hocker mit grüner, stoffbezogener Sitzfläche und gestreifter "Einfassung": Hocker aus der Wohnung Lucie Rie, 1928/29,
Foto: Tina King, Copyright: Museen des Mobiliendepots
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Stuhl und Hocker: Stuhl und Hocker aus der Wohnung Plischke, 1933, Familienbesitz
Foto: Tina King, Copyright: Museen des Mobiliendepots
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Ernst Plischke

Der Architekt Ernst (Anton) Plischke (1903 - 1992) gehört zu den bedeutendsten Vertretern des „Neuen Bauens“ in Österreich. Nach seiner Ausbildung und ersten beruflichen Erfolgen in Österreich emigrierte er 1939 nach Neuseeland. 1963 kehrte er als Professor für Architektur an die Akademie der bildenden Künste in Wien zurück.

Anläßlich seines 100. Geburtstags stellt das Hofmobiliendepot Plischke als Möbeldesigner vor. Viele seiner Raumschöpfungen sind leider verloren gegangen, die in Österreich erhaltenen Stücke sind nun erstmals gemeinsam zu sehen. In die Ausstellung integriert ist auch seine 1928 für die Keramikkünstlerin Lucie Rie entworfene Wohnung, durch deren Rekonstruktion das Hofmobilien-depot eine wichtige Rolle in der Plischke-Forschung spielt.

Plischkes Mutter entstammte einer Tischlerfamilie, wodurch er von Kindheit an ein Naheverhältnis zur Möbeltischlerei hatte. Nach dem Gymnasium machte er ein Praktikum in der Kunsttischlerei M. Niedermoser & Sohn. Danach erhielt er an der Kunstgewerbeschule eine fundierte Ausbildung im Entwerfen von Möbeln und Inneneinrichtungen. Noch während seines Architekturstudiums bei Peter Behrens an der Akademie der bildenden Künste begann er mit dem Einrichten von Wohnungen.

Plischke - der Möbeldesigner

Die ersten Aufträge erhielt Plischke von den Familien seiner Freunde Walter Gamerith und Max Frey. Für Max Frey, mit Plischkes jüngerer Schwester Grete verheiratet, richtete er die Wohnung in Klosterneuburg und das Atelier in Wien ein. Seine Cousine H. Schönegger erhielt zur Hochzeit ebenfalls Möbel von Plischke. Für Gamerith plante Plischke das berühmte Haus am Attersee (1933/34) und dessen Atelierwohnung in Wien. Er gestaltete auch die Wohnungen von Walters Bruder Bruno in Eggenburg sowie die von F. Gamerith in Mödling, DDDr. E. Neubauer in Wien und Dr. F. Neubauer in Wiener Neustadt.
1928 richtete er die Wohnung von Hans und Lucie Rie in der Wollzeile ein. Nach einem Aufenthalt in New York 1929 folgten zahlreiche Aufträge in Wien, u.a. die Wohnungen des Fabrikanten V. Böhm, ein Dachboden-ausbau in der Mariahilferstraße (1930), die Wohnungen von Dr. H. Nunberg (1930), Dr. E. Bibring (1931/32), Dr. F. und Dr. H. Deutsch (1932), Dr. L. Ruhm (1935) sowie die Wohnung von Dr. Herzberg-Frankel, dem Direktor der Firma Bunzl & Biach. 1933 richtete er seine eigene Wohnung in der Lange Gasse ein.

Prunkstück der Ausstellung ist ein Schreibtisch, den Plischke 1947 als Hochzeitsgeschenk für Kronprinzessin Elizabeth von England entworfen hat. Dieses Staatsgeschenk Neuseelands war noch nie außerhalb der „Queen´s Gallery“ im Buckingham Palace zu sehen.

Besonderer Dank gilt Plischkes Familie, den privaten Leihgebern, Her Majesty Queen Elizabeth II und The Royal Collection, London und dem Plischke Nachlass der Akademie der bildenden Künste Wien. Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Az W und der Akademie der bildenden Künste Wien veranstaltet. Die Akademie zeigt die Ausstellung „Ernst Plischke. Das Neue Bauen und die Neue Welt, das Gesamtwerk“. Zu beiden Ausstellungen erscheint im Prestel Verlag das gleichnamige Buch.

Daten zur Ausstellung

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag von 10 - 18 Uhr

Führungen

Sonn- und Feiertage um 15.30 Uhr
und gegen Voranmeldung

Tickets

€ 6,90 / € 4,30 (Ausstellung und Museum)
€ 4,00 / € 3,00 (Vorträge)
Podiumsdiskussionen frei

Kombiticket
mit Az W

€ 10,00 / 7,00
Publikation Ernst Plischke -
Das Neue Bauen und die Neue Welt.
Das Gesamtwerk, Prestel Verlag München
Verkaufspreis im Museum: € 40,00

Konzeption &
Gestaltung
Dr. Eva B. Ottillinger,
Museen des Mobiliendepots

Ausstellungs-
grafik

Petra Rainer, Wien
Farbrekonstruktion Edgar Knaack, Wien
Ausstellungsbau Werkstätten der Bundesmobilienverwaltung,
und Firma G. Deutsch, Brunn am Gebirge

Stoffe J. & J. Backhausen, Wien

Ausstellungs-
organisation

Mag. Markus Laumann
Marketing
und Presse
Mag. Josefa Haselböck