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Ernst Plischke Der Architekt Ernst (Anton) Plischke (1903 - 1992) gehört zu den bedeutendsten Vertretern des Neuen Bauens in Österreich. Nach seiner Ausbildung und ersten beruflichen Erfolgen in Österreich emigrierte er 1939 nach Neuseeland. 1963 kehrte er als Professor für Architektur an die Akademie der bildenden Künste in Wien zurück. Anläßlich seines 100. Geburtstags stellt das Hofmobiliendepot Plischke als Möbeldesigner vor. Viele seiner Raumschöpfungen sind leider verloren gegangen, die in Österreich erhaltenen Stücke sind nun erstmals gemeinsam zu sehen. In die Ausstellung integriert ist auch seine 1928 für die Keramikkünstlerin Lucie Rie entworfene Wohnung, durch deren Rekonstruktion das Hofmobilien-depot eine wichtige Rolle in der Plischke-Forschung spielt. Plischkes Mutter entstammte einer Tischlerfamilie, wodurch er von Kindheit an ein Naheverhältnis zur Möbeltischlerei hatte. Nach dem Gymnasium machte er ein Praktikum in der Kunsttischlerei M. Niedermoser & Sohn. Danach erhielt er an der Kunstgewerbeschule eine fundierte Ausbildung im Entwerfen von Möbeln und Inneneinrichtungen. Noch während seines Architekturstudiums bei Peter Behrens an der Akademie der bildenden Künste begann er mit dem Einrichten von Wohnungen. Plischke - der Möbeldesigner Die ersten Aufträge
erhielt Plischke von den Familien seiner Freunde Walter Gamerith und Max
Frey. Für Max Frey, mit Plischkes jüngerer Schwester Grete verheiratet,
richtete er die Wohnung in Klosterneuburg und das Atelier in Wien ein.
Seine Cousine H. Schönegger erhielt zur Hochzeit ebenfalls Möbel
von Plischke. Für Gamerith plante Plischke das berühmte Haus
am Attersee (1933/34) und dessen Atelierwohnung in Wien. Er gestaltete
auch die Wohnungen von Walters Bruder Bruno in Eggenburg sowie die von
F. Gamerith in Mödling, DDDr. E. Neubauer in Wien und Dr. F. Neubauer
in Wiener Neustadt. Prunkstück der Ausstellung ist ein Schreibtisch, den Plischke 1947 als Hochzeitsgeschenk für Kronprinzessin Elizabeth von England entworfen hat. Dieses Staatsgeschenk Neuseelands war noch nie außerhalb der Queen´s Gallery im Buckingham Palace zu sehen. Besonderer Dank gilt Plischkes Familie, den privaten Leihgebern, Her Majesty Queen Elizabeth II und The Royal Collection, London und dem Plischke Nachlass der Akademie der bildenden Künste Wien. Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Az W und der Akademie der bildenden Künste Wien veranstaltet. Die Akademie zeigt die Ausstellung Ernst Plischke. Das Neue Bauen und die Neue Welt, das Gesamtwerk. Zu beiden Ausstellungen erscheint im Prestel Verlag das gleichnamige Buch.
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