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„Bauhaus – Möbel. Eine Legende wird besichtigt“
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Pressetexte zum Download

 

Plakat zur Ausstellung

(ca. 2,32 MB)


 

Marcel Breuer, Stahlrohrsessel, Entwurf 1926
(ca.2,93 MB)


 

Marcel Breuer, Satztische, Entwurf 1927

(ca. 870 kb)


Ferdinand Kramer, Typenküchentisch, 1925

(ca. 2,06 MB)


Walter Gropius, Zeitschriftenablage, Entwurf 1923

(ca. 1,09 MB)


Le Corbusier und Pierre Jeanneret, Stahlrohrbett aus der Weißenhof-Siedlung, 1927

(ca.2,27 MB)


Le Corbusier und Pierre Jeanneret, Stahlrohrbett aus der Weißenhof-Siedlung, 1927

(ca.3,76 MB)

 

„Bauhaus - Möbel. Eine Legende wird besichtigt“

Die bedeutendste europäische Schule für Gestaltung und Architektur im 20. Jahrhundert wurde 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründet. Er verlieh seiner Vision von der Erneuerung des Menschen den programmatischen Titel "Bauhaus". Die Schule sollte ähnlich den mittelalterlichen Dombau-hütten sämtliche Gewerke unter einem Dach vereinen: Tischlerei, Bildhauerei, Werkstätten für Metall, Keramik, Wandmalerei, Weberei, Reklame, Fotografie und Bauhausbühne. Ein obligatorischer Vorkurs half den Studierenden, bisher Gelerntes über Bord zu werfen, um die Sinne frei zu machen für eine visuelle und haptische Neuerkundung der Umwelt.


Weimar - Dessau - Berlin

Gropius’ Vision trug das Bauhaus während seines kurzen Bestehens durch verschiedene Entwicklungs-perioden und Standorte: Handwerklich bestimmte Produktion in Weimar, ab 1925 Entwurfstätigkeit für eine moderne Industriegesellschaft in Dessau, wissenschaftliche Ausrichtung des Lehrplans unter Mies van der Rohe ab 1932 in Berlin.
Die Nationalsozialisten schlossen das Bauhaus im Frühjahr 1933, konnten jedoch nicht verhindern, dass seine Lehre, seine pädagogischen Innovationen und sein experimenteller Freigeist in alle Welt getragen wurden.

Die am Bauhaus entstandene Ästhetik vom Leben und Wohnen prägte das Umfeld für den modernen Menschen. Viele Ideen, Prototypen und Gegen-stände des täglichen Bedarfs erlebten in den vergangenen 80 Jahren eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Die an der Schule entworfenen Möbel gehören bis heute zum klassischen Inventar moderner Einrichtungen.

Die Philosophie des vom Ornament und gemütsbewegten Ballast befreiten Lebens in hellen, luftigen, mit leichtem Mobiliar ausgestatteten Wohnungen folgte weniger einem uns heute geläufigen Luxus der Reduzierung als ökonomischer Notwendigkeit. Nach dem Börsenkrach von 1929 mußte Wohnraum für die Massen von Arbeitern und Angestellten in den Ballungszentren geschaffen werden.


Typenmöbel

Das „Neue Wohnen“, oft am Existenzminimum orientiert, ist noch heute Standard für soziales Bauen.
Die Möbel für diese Volkswohnungen waren nach den „Grundsätzen der Bauhausproduktion“ „Typenmöbel“. Laut Walter Gropius kann… „das gute Ding nur eine eindeutige Lösung haben, den Typ.“ Als „Typ“ war das Möbel zunächst individuelles Einzel-stück. Mit zunehmender Ausrichtung des Bauhauses an technischen Fertigungsprozessen auf der Höhe der industriellen Entwicklung („Kunst und Technik — eine neue Einheit“) verlor es seine Individualität und wurde ab Mitte der 20er Jahre eher als Baustein in einem Programm beliebig kombinierbarer Möbel betrachtet.

Gestalter-Architekten

Die Schöpfer dieser Möbel waren Studierende aus der Tischlerei- und Ausbauwerkstatt, die auch Architekten durchlaufen mußten — wie Marcel Breuer, Hin Bredendieck, Erich Brendel, Erich Dieckmann und Ferdinand Kramer. Viele wichtige Neuerungen - Anbauelemente, Minimaleinrichtungen, Stahlrohrmöbel - wurden von den Bauhaus-Direktoren Walter Gropius, Hannes Meyer und Ludwig Mies van der Rohe selbst mitentwickelt. Der neue Geist der Architektur evozierte ein offenes, klares Raumgefühl. Dieser raumgeistigen und visuellen Umorientierung trug das Bauhaus als erste Gestaltungsschule Rechnung.

Die Gestalter–Architekten des Bau-hauses erfanden mit ihren funktionalen Entwürfen für konstruktive und zerlegbare Möbel aus Materialien wie Stahlrohr, geschichtetem Bugholz oder Eisengarnbespannungen eine universelle Designsprache, deren Erfolg bis heute auf seiner Klarheit und Modernität beruht.

Adresse/Info
Hofmobiliendepot. Möbel Museum Wien,
Andreasgasse 7, 1070 Wien
Tel.: (++43 1) 524 33 57-0,
Fax: (++43 1) 524 33 57-666
email: info@hofmobiliendepot.at www.hofmobiliendepot.at

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag 10.00-18.00 Uhr

Führungen
Sonntag und Feiertag um 15.30 Uhr und gegen Voranmeldung

Eintrittspreis:
EUR 6,90 / EUR 4,50

Ausstellungskatalog
„bauhaus-möbel. Eine Legende wird besichtigt“: EUR 14,95

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem
Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung Berlin.
Kuratorin: Dr. Ilsebill Barta
Ausstellungsgestaltung: Gerhard Veigel
Ausstellungsaufbau: ARTEX

 

Begleitprogramm

Freitag, 17.09.04 - 18.30 Uhr
Vortrag von Dr. Mercedes Valdivieso:
„ Keine Rücksicht auf Damen“.
Die Rolle der Frau am Bauhaus.

Freitag, 08.10.04 - 18.30 Uhr
Vortrag von Mag. Jeannine Fiedler
„ Wo sich der Zeitgeist niederläßt -
Eine neue Ästhetik des Wohnens im 20. Jahrhundert“.

Donnerstag, 11.11.04 - 19.00 Uhr
Vortrag von Eddy Franzen
„ Die Modetänze der 20er Jahre“.
Im Anschluß sind Sie eingeladen, mit seinen Tänzern das Tanzbein zu schwingen.